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Faustball + Schule
10 Spieler, 2 Spielfelder und 1 Faustball - eine gute Kombination für den Sportunterricht

Für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind Bewegung, Spiel und Sport wichtig. Daher gibt es – nicht nur - für den Sportunterricht Lehrpläne, in denen Grob- und Feinziele, sowie die Methoden zur Vermittlung erläutert werden. Sport ist Erziehung. Den Sportlehrer und die Schüler interessiert in erster Linie jedoch nur eines: Bewegung!

Beim Faustballspiel sind viele Sportler gleichzeitig in Bewegung. Die Grundtechnik ist schnell erlernbar und erste Erfolge stellen sich somit schnell ein. Und da Faustball ein kontaktloser Sport ist, ist die Verletzungsgefahr nach dem Aufwärmen sehr gering. Mit der Flexibilität eines Sportlehrers ist ein Faustballfeld schnell aufgebaut. Als Einstieg in die Materie reichen zwei Bänke, ein Badmintonfeld, ein Ball und die Sportler.

Faustball-Regeln in Kurzform
Je Team gibt es fünf Spieler. Der Ball darf je Spielzug drei Mal (nur bei den Minis vier Mal) innerhalb des Teams mit dem Unterarm gespielt werden und muss dann wieder über die Leine bzw. das Band zurückgespielt werden. Zwischen den Ballberührungen darf der Ball innerhalb des eigenen Spielfeldes auftippen. Wie oben erwähnt darf der Ball nur mit dem Unterarm oder der Faustba gespielt werden.

Es werden die Gutpunkte gezählt. Die Punkte gehen an die Mannschaft, die nicht den Fehler gemacht haben, so wie beim Fussball die Tore gezählt werden. Die Angabe wird hinter der Angabelinie (3m-Linie) ausgeführt. Jeder Fehler wird laut und deutlich vom Schiedsrichter kommentiert: Fehler, Gutpunkt (Name der Mannschaft), Spielstand. Nach dem Wechsel der Spielfelderhälften hat die andere Mannschaft das Recht, ihren Ball, der beim Schiedsrichter aufliegt, ins Spiel zu bringen und mit der Angabe den 2. Satz zu eröffnen. Im Schulsport hat es sich eine Spielzeit von 2 x 10 Minuten als praktikabel erwiesen, denn so kommen auch lange Spielzüge zu stande und dennoch wird das Spiel nicht zu langatmig.

In Österreich wird Faustball an den Schulen in folgenden Altersklassen gespielt: Minis, Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe.

Minis
In den Schulklassen 4-6 oder bis 12 Jahre ist die Kleinste Spielklasse angesiedelt. Natürlich ist das Spielfeld mit 28 x 15 Metern an die Leistungsfähigkeit angepaßt. Die Leine oder das Band sollten in einer Höhe von 1,6 Meter gespannt werden. Der Ball sollte ein Gewicht von 320g nichtz überschreiten. Damit bei den 'kleinen Großen' ein Spielfluss zu stande kommt dürfen diese auch vier Mal je Spielzug den Ball berühren.

Unterstufe
In der Alterklasse 12-14 Jahre bzw. in den Schulklassen 7 und 8 spielen die Sportler auf einem Feld von 40 x 20 Metern. Der 320 g-350g schwere Ball muss dabei nach drei Ballberührungen über die in 1,80 Metern Höhe gespannte Leine oder Band geschlagen werden.

Mittelstufe
In der 9. und 10. Klasse, also den 14 bis 16 jährigen, spielen die Schüler in der Sporthalle auf dem ganzen Feld von 40 x 20 Metern und auf dem Rasen auf einem 50 x 20 Meter-Feld. Die Jungen spielen über die 2 Meter und die Mädchen über die 1,90 Meter hohe Leine bzw. Band. Die Jungs haben es mit 350 g bis 380 g mit dem Ball schwerer als die Mädchen mit einem 320 g bis 350 g Faustball.

Oberstufe
In den Klassen 11 und 12 spielen die 16 bis 18 jährigen. Die Feldgrößen, Leinenhöhe,  Ballgewichte bleiben wie in der Mittelstufe.Folgendes sind Fehler, die zu einem Punkt für das gegnerische Team führen:

  • Der Ball oder ein Spieler berührt die Leine oder das Gerät (Seitenständer)Der Ball wird unter der Leine ins Gegenfeld gespieltDer Ball springt außerhalb des Spielfeldes auf (Direkte Ballbehandlung außerhalb des Spielfeldes ist erlaubt!)Der Spieler berührt den Ball nicht mit dem Arm sondern, mit einem anderen Körperteil
  • Der Ball wird mit der offenen Hand geschlagen
  • Der Ball springt zweimal auf den Boden
  • Übertritt bei der Angabe. (Der Spieler berührt mit seinem Standbein die Angabelinie oder die erste Bodenberührung nach einer Sprungangabe ist nicht vor der Angabelinie)
  • Der Ball wird mit der 4.(Ministufe) bzw. 3.(Unter-, Mittel- und Oberstufe) Ballberührung nicht in das gegnerische Feld gespielt
  • Ein Spieler wird bei der Ballannahme behindert. In einem Auslauf 6m von den Seitenlinien und 8m von den Hinterlinien darf der Spieler vom Gegner oder von Zuschauern bei der Ballannahme nicht behindert werden. Erfolgt die Behinderung durch den Gegner, gibt es einen Fehler, wird der Spieler von den Zuschauern behindert, wird die letzte Angabe wiederholt
  • Halle: Der Ball berührt beim Rückschlag die Decke. (Wird der Ball innerhalb der Mannschaft gespielt, ist eine Deckenberührung erlaubt!)

Dieser Beitrag kann nur ein Anriss sein und nicht alle Fragen eines Nicht-Faustballers beantworten. Natürlich kannst Du Dich an mich wenden und Deine Fragen per Mail stellen. Der Faustballverein in Deiner Nähe steht Dir aber sicherlich mit Rat und Tat zur Seite.
 


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