|
Seite 1 von 5 Hier gibt es die aktuellen Regularien des Faustballsportes. Alle Änderungen, die seit dem 1. November 2007 gelten sind eingearbeitet.
gültig ab 01.November 2007 SPIELGEDANKE Faustball ist ein Mannschaftssport. Auf einem Spielfeld, das in der Mitte durch eine Linie und in 2 m Höhe für Herren und 1,90 m für Damen durch ein Netz oder Band bzw. Leine in zwei Hälften geteilt ist, spielen 2 Mannschaften mit je 5 Spielern gegeneinander. Jede Mannschaft hat das Ziel, den Ball so über das Netz (Band/Leine) zu schlagen, dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder möglichst erschwert wird. Ein Spielgang wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler macht oder eine sonstige Spielunterbrechung vorliegt. Jeder Fehler einer Mannschaft wird der anderen Mannschaft als Vorteil mit einem Gutball gewertet. Sieger des Spieles ist die Mannschaft, die beim Spiel nach Sätzen 2 bzw. 3 Sätze gewonnen hat, beim Spiel nach Zeit die meisten Gutbälle erzielt hat.
SPIELREGELN Die Spielregeln gelten grundsätzlich sowohl für das Spiel im Feld als auch für das Spiel in der Halle. Durch die Halle bedingte Änderungen und Ergänzungen sind gesondert gekennzeichnet. Sonderregelungen für den Nachwuchsbereich sind im Anhang festgehalten.
Spielfeld und Geräte
1.1 Das Spielfeld ist ein durch Grenzlinien markiertes Rechteck von 50 m Länge und 20 m Breite. Der Boden soll eine ebene und waagerechte Rasenfläche sein. Flutlichtspiele sind gestattet.
Halle Die Spielfeldgröße beträgt 40 m x 20 m. Es bleibt den Mitgliedsverbänden überlassen, für ihren Spielbetrieb verkleinerte Feldgrößen zuzulassen.
1.1.1 Das Spielfeld wird durch eine Mittellinie in zwei Mannschaftsfelder (Felder) geteilt. Gleichlaufend zur Mittellinie wird 3m entfernt in jedem Feld eine Angabelinie gezogen.
1.1.2 Grenz- und Angabelinien sowie die Mittellinie sind auf dem Boden deutlich sichtbar zu markieren. Die Grenzlinien gehören zum Feld, die Mittellinie gehört beiden Feldern gemeinsam. Ein Ball, der diese Linie berührt, ist im Feld.
Halle Jede Berührung der Seitenwände durch den Ball ist ein Fehler. Die gesamte Hallendecke gehört bei Ballaufnahme und Zuspiel zum Feld; ein Ball, der sie berührt, darf weitergespielt werden. Berührung bei der Angabe oder beim Rückschlag ist ein Fehler der ausführenden Mannschaft. Sämtliche Halleneinrichtungen, die nicht entfernt werden können, gehören entweder zu den Seitenwänden oder zur Hallendecke.
1.1.3 Die Linien dürfen nicht schmäler als 5 cm und nicht breiter als 12 cm sein.
1.2 Über zwei im Schnittpunkt von Mittellinie und beiden Seitenlinien senkrecht und frei stehenden Pfosten ist in 2 m Höhe für Herren und 1,90 m für Damen, straff gespannt: ein Netz mit einer senkrecht gemessenen Breite von 3-6 cm, oder ein Band mit einer senkrecht gemessenen Breite von 3-6 cm, oder eine 5-8 mm starke Rundleine Zugelassen sind nur Netze (Bänder/Leinen), die durch eine Hell- Dunkelfärbung in gleichen Abständen von 15-20 cm gut sichtbar sind.
Halle Wenn keine freistehenden Pfosten aufgestellt werden können, ist deren Verankerung auf dem Boden oder an der Wand erlaubt. Können die Pfosten nicht im Schnittpunkt von Mittellinie und Seitenlinie angebracht werden, so muss die über diesen Punkten liegende Netz.(Band./Leinen-) Begrenzung durch sog. Ersatzpfosten (Sprungständer, eingefügte Begrenzungsstäbe u.ä.) sichtbar gemacht werden. Berührungen der Verankerung oder eines außerhalb des Schnittpunktes befindlichen Pfostens durch den Ball oder den Spieler ist kein Fehler. Netz-(Band-/Leinen-) Verlängerungen gelten als Verankerungen; Berührung durch den Ball oder den Spieler ist deshalb kein Fehler. Das berühren der über der Höhe von 2 m bzw. 1.90 m liegenden Pfostenteile durch den Ball oder den Spieler ist ein Fehler.
1.3 Zuschauer, benachbarte Spielfelder und andere Hindernisse müssen 6 m von den Seiten- und 8 m von den Hinterlinien entfernt sein. Der Auslauf ist durch unterbrochene Linien auf dem Boden deutlich sichtbar zu markieren.
Halle Der Auslauf muss an den Seitenlinien mindestens 0,50 m, an den Hinterlinien mindestens 1 m betragen.
1.4 Der Faustball ist ein luftgefüllter Hohlball in weißer Grundfarbe mit maximal 20 % - auf mehrere Kleinflächen aufgeteilte – Farbfläche, der gleichmäßig rund und straff aufgepumpt sein muss. Bei Beginn jedes Spieles betragen sein Gewicht 350 - 380 Gramm (Herren) bzw. 320 - 350 Gramm (Damen), Umfang 65 - 68 cm und Luftdruck 0,55 - 0,75 Bar. Für Bälle, die bei internationalen Spielen und in den jeweils höchsten Spielklassen der Mitgliedsverbände verwendet werden, legt das Präsidium der International Fistball Association zusätzliche Kriterien fest.
1.5 Vor dem Spiel nimmt der Schiedsrichter mit den beiden Mannschaftsführern die Auslosung vor. Der Mannschaftsführer, der beim Losen gewinnt, wählt das Feld oder den Ball und damit die erste Angabe. Der Gegner entscheidet innerhalb der ihm verbliebenen Möglichkeit.
1.6 Jede Mannschaft stellt für das Spiel mindestens einen regelgerechten Ball. Der Schiedsrichter prüft vor Spielbeginn alle vorgelegten Bälle Die Bälle mit denen nicht gespielt wird, bleiben unter seiner Kontrolle.
1.6.1 Legt eine Mannschaft vor Spielbeginn keinen Ball vor, so hat sie die Ballwahl für das gesamte Spiel verwirkt.
1.6.2 Legen beide Mannschaften vor Spielbeginn keinen spielfähigen Ball vor, so findet das Spiel nicht statt. über Strafmaßnahmen entscheidet die Spielleitung.
1.6.3 Während einer Spielzeit kann der Schiedsrichter einen vor Spielbeginn geprüften weiteren Ball ins Spiel bringen, wenn der Ball nicht unmittelbar und zur sofortigen Fortsetzung des Spieles zurückgebracht wird, verloren geht oder die Spielfähigkeit verliert.
1.6.4 Hat die Mannschaft mit Ballwahl mehrere Bälle aufgelegt, wird das Spiel sofort mit einem dieser Bälle fortgesetzt. Ein Rücktausch ist in diesem Fall nicht möglich. Hat die Mannschaft mit Ballwahl nur einen Ball aufgelegt, wird das Spiel sofort mit einem Ball des Gegners so lange fortgesetzt, bis ihr Ball wieder regelgerecht ins Spiel gebracht werden kann.
1.6.5 Hat eine Mannschaft den Ball des Gegners gewählt, so hat sie auch die weiteren vorgelegten Bälle des Gegners gewählt. Mit den weiteren Bällen des Gegners wird weitergespielt, sofern der erste Ball nicht unmittelbar und zur sofortigen Fortsetzung des Spieles zurückgebracht wird, verloren geht oder die Spielfähigkeit verliert. Ein Rücktausch ist in diesem Fall nicht möglich.
1.7 Die International Fistball Association kann für internationale, der jeweilige Mitgliedsverband für nationale Begegnungen bestimmte Balltypen, Bälle, Netze, Bänder, Leinen zulassen bzw. vorschreiben.
Anmerkung Die Mitgliedverbände dürfen für den Spielbetrieb der Damen, der Senioren und des Nachwuchses Abweichungen hinsichtlich der Spielfeldgröße, der Netz-(Band-/Leinen-)Höhe und des Ballgewichtes zulassen.
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 Nächste > Ende >> |